Escape From Planet Munich

Über die Platte, von David Baalcke

MERRICKS


Zwei Jahre sind seit der Veröffentlichung des bis dato erfolgreichsten MERRICKS-Albums "The Sound of Munich" vergangen. Die gekonnte Verbindung von klassischen Pop-Songs und Munich Disco-Anleihen brachte der Band zahlreiche neue Freunde und Möglichkeiten, bis hin zum Plattenvertrag in Japan.

"Escape from Planet Munich" heißt das neue Werk der MERRICKS, auf dem sich die sonderbaren Seiten ihres Frühwerks (die Bläsersätze!) mit der klaren Pop-Orientierung des letzten Albums verbinden: "Move ahead. And your ass will follow", heißt es in der FSK-Coverversion, die das Album programmatisch eröffnet. Insgesamt ist "Escape from Planet Munich" ein Manifest einer "Neuen Seltsamkeit".

Dabei arbeiten die MERRICKS daran, eine internationale Qualität zu entwickeln, oder, wie es Karl Bruckmaier in der Süddeutschen Zeitung formulierte: "Deutsch als ein regionaler Sprachsound mit Platz im grundsätzlich internationalistischen Pop-Sprachraum".

Bruckmaier hat dabei zwei Alben 1999 als die "herausragenden Produktionen dieses Sommers" bezeichnet " neben dem neuen Tocotronic-Album eben "Escape from Planet Munich" der MERRICKS. "Die Merricks waren wesentlich affirmativer als Tocotronic. (...) Die Merricks hyperventilieren Pop. (...) Die Sonne, die auf diese Musik herunterscheint, muß einen deprimierenderen Smog durchdringen als den der kalifornischen Stadt der Engel; die Stimmung ähnelt den verwüsteten Beach-Boys-Platten der späten sechziger Jahre oder einem Townes-Van-Zandt-Song aus dieser Zeit, auch wenn die Musik zuerst aufgeregt und tanzbar tut, und der Beat da ist, und die Disco-Kugel rotiert, und der Baß den rechten Rhythmus zum falschen Reggae pumpt. (...) Hier wird jetzt Musik gemacht, die nicht nur das Heute kennt, sondern um ein finales Morgen weiß, Totenmusik, schwermütiges Bummbumm, Verlust beschreibend. (...) Die Merricks haben ihrer Musik eine unerwartete Dimension erschlossen: Death Disco, gibt es das? Eine großartige, eine traurige CD."

Karl Bruckmaier, "Die Popkolumne", Süddeutsche Zeitung "Um die verzaubernde Stimme von Marion Dimbaths herum groovt die Musik wie die Hölle. Aber in den von Synthesizern und funky Bläsersätzen geprägten Songs und Dancetracks hat sich zum Münchner Charme die Melancholie gesellt. Große Popmusik gegen die Langeweile."      
PRINZ

"Der Sprung in den internationalen Wettbewerb."
Musikexpress/Sounds

"Diese Platte lief in der Redaktion im Dauereinsatz."
SUPERSTAR

"Die Merricks schreiben in ihrem Presseinfo von der neuen Seltsamkeit; Tocotronic haben so ein Stück benannt: Den Besten ist es nicht mehr wohl in dieser formatierten, teutonisch-schlechtgelaunten Teenager-Rap-Viva-Welt. Dann ist noch Hoffnung. Let there be rock."    
nochmal Karl Bruckmaier in der Süddeutschen Zeitung

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